Mehr Daten für unsere Sicherheit!1!!

Ne schöne Meldung auf dem heise Newsticker: Österreichs Justizministerin vertuschte Datendiebstahl

2005 hat ein Justizwachbeamter in der Justizanstalt Wien-Josefstadt ausführliche Datensätze über 8.500 Häftlinge kopiert und einem Häftling gegeben. Dies berichtet das Magazin profil. Hinweise eines anderen Häftlings, der die Datenschieberei aufdecken wollte, wurden nicht weiter bearbeitet, seine Post an eine Abgeordnete der Grünen wurde abgefangen. Schließlich informierte sein Anwalt das Justizministerium. Es folgte ein Strafverfahren, bei dem ein weiterer Häftling, der den Vorfall aufgedeckt hatte, die höchste Strafe erhielt.

Der Beamte bediente sich an der so genannten "integrierten Vollzugsverwaltung", einem Server, der personenbezogene Daten über tausende Häftlinge vorhält. Eine Kontrolle der Notwendigkeit der Zugriffe und der Verwendung der Daten gab und gibt es offenbar nicht. Der Mann konnte Daten über 8.500 Häftlinge herunterladen und auf einen USB-Stick speichern.

"Geburtsdatum und -ort, Staatsangehörigkeit, Geschlecht, Familienstand, Religionsbekenntnis, Vornamen der Eltern, erlernten und ausgeübten Beruf, Aufnahme- und Entlassungsdaten, Verurteilungen und Lichtbilder der Häftlinge" umfassten die Datensätze laut Anklageschrift. Informationen also, an denen vom Erpresser bis zum Personalberater viele interessiert sind.

Das ist ja auch der Grund, warum auch wir hier in Deutschland unbedingt NOCH MEHR DATEN erfassen und zentral speichern müssen: Es geht uns dann allen sehr viel besser und wir leben erheblich sicherer und glücklicher.

Deshalb: Schenken wir dem Staat endlich das Vertrauen, dass er verdient! Der große Bruder passt auf dich auf.
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