Noch eine Ergänzung zu Wenn's um Datenschutz geht ... setzen wir auf Selbstverpflichtung. Im Internet Archiv gibts einen schönen Film zur RFID Problematik: Auf Nummer sicher? Der Film arbeitet mit einer Mischung aus einer fiktiven Handlung und echtem Dokumentationsmaterial sowie Aussagen von Experten, wie dem Datenschutzbeauftragten Peter Schaar oder der CCC-Sprecherin Constanze Kurz. Und ich denke es ist hier gut gelungen, diese extrem problematische Thematik anschaulich rüberzubringen.
Mir ist jedenfalls beim Ansehen ein kleiner Schauer über den Rücken gegangen und ich vermute, dass wird bei vielen anderen genauso sein.
Sandra hat seit längerem endlich wieder einen bezahlten Auftrag. Sie soll für den "Interessenverband RFID" (Radio Frequency Identification) einen Werbefilm für die neue Micro-Chip-Technologie herstellen. Der Film soll einen Kongress in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eröffnen, an dem hochrangige Politiker und viele Journalisten teilnehmen werden.
Nur wenige Wochen nach der Veranstaltung werden im Bundestag und vor der EU-Kommission wichtige Beschlüsse zum Thema RFID vorgelegt werden - die Veranstaltung ist also dazu gedacht, die Politiker von der neuen Technologie zu überzeugen. Nicht zuletzt geht es um einen Milliardenauftrag für die Hersteller und jede Menge Arbeitsplätze, wenn der Chip nicht nur in den Reisepass, sondern auch in den Personalausweis integriert werden wird.
"Auf Nummer sicher?" arbeitet neben der skizzierten Spielfilmhandlung ebenfalls mit Experten-Interviews, echtem Dokumentarmaterial und einer Mischform aus dokumentarischen Aufnahmen, in denen fiktive Figuren auftauchen und findet so eine formal äußerst spannende und zeitgemäße filmische Mischform.





